Neue Texte: Martin Blum, Franz Kabelka, Karin Rettenmoser, Christina Walker
Theater am Saumarkt
Im Rahmen der Kooperation mit literatur:vorarlberg, der Interessensvertretung Vorarlberger Schriftsteller:innen, präsentieren Autor:innen ihre neuen Werke und diskutieren mit dem Publikum.
Martin Lukas Blum: Ein Schritt zu weit, Roman, Wortweit Verlag
Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Ein bewegender Coming-of-Age-Roman über Identität und Sexualität.
Eine neue Schule und der Beginn der Pubertät versprechen viel Aufregung und neue Erfahrungen. Doch wenn jemand anders ist und mit hartnäckigen Vorurteilen und Intoleranz konfrontiert wird, kann es eine schwierige Zeit werden. Martin L. Blum erzählt eine Geschichte, welche die Leserschaft zum Mitfühlen und Reflektieren bringt, und zeigt Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, wie gefährlich Intoleranz sein kann. Ein bewegender Coming-of-Age-Roman über Identität und die erste Liebe.
Martin Lukas Blum wurde 1990 in Dornbirn geboren und ist in Vorarlberg aufgewachsen, wo er heute noch wohnt. Schon als Kind las er viel und entdeckte schließlich seine Begeisterung fürs eigene Schreiben. Er studierte Deutsch und katholische Religion auf Lehramt und ist aktuell an einem Sportgymnasium als Lehrer tätig. Beschränkten sich seine ersten Veröffentlichungen in unterschiedlichen Medien auf Kurzgeschichten, so inspirierte der Austausch mit seinen Schülerinnen und Schülern ihn zu seinem Romandebüt „Ein Schritt zu weit“.
Franz Kabelka: Absolute Bettruhe, Edition Tandem, 2026
Kriminalschriftsteller Georg ist es leid, weiterhin Krimis zu verfassen. Das serielle Produzieren von Spannung erscheint ihm mittlerweile als langweilig, ja sinnlos. Da wird – mitten in der Covid-19-Pandemie – fortgeschrittener Blasenkrebs bei ihm diagnostiziert. Welch ungeheure Dramatik eine solche Krise haben kann und wie – dem Titel zum Trotz – auf der Krebsstation keinerlei Bettruhe einkehren will, davon handelt dieses Buch.
Franz Kabelka, geboren 1954 in Linz, aufgewachsen in Perg und Arbing, OÖ; 1973 Matura am BRG Steyr; 1974-79 Studium der Germanistik und Anglistik in Salzburg und Dublin; Mitarbeit bei der Literaturzeitschrift projektIL und im ORF als Textautor; lebt als freier Schriftsteller in Feldkirch/Vorarlberg; verheiratet, zwei Töchter. Mitglied der Grazer Autorinnen Autorenversammlung, von Literatur Vorarlberg und krimiautoren.at
Preise und Auszeichnungen 1. Preis beim Prosapreis Brixen-Hall 2003, insgesamt fünf Literaturstipendien der Länder OÖ und Vorarlberg, Reisestipendium der österreichischen Bundesregierung 2013.
Karin Rettenmoser: Herbstfeuer – eine Hommage an die Berge und an die LiebeNach ihrer Tour auf die Drusenfluh trifft Anna auf der Lindauer Hütte Nora. Beide Frauen teilen die Leidenschaft für die Berge. Nach kurzer Zeit verlieben sie sich ineinander. Ihr Ja zu dieser Liebe lässt sie Freiheit erleben und Grenzen erfahren – in ihrer Beziehung und im Alltag.
Karin Rettenmoser, geboren 1961, studierte Rechtswissenschaften. Als Juristin arbeitete sie in verschiedenen Bereichen in Tirol, Wien und Vorarlberg. Seit fünfzig Jahren sind die Berge für sie Leidenschaft, Liebe und Raum für Begegnungen. Ihre Erzählung Die Trauerweide wurde 2024 von Kultur im Walgau unter dem Titel Baumgeschichten veröffentlicht. Neben ihrer literarischen Tätigkeit widmet sie sich seit 2021auch der bildnerischen Kunst. Vor allem den Reliefs und den Holzschnitten. Ihre erste Ausstellung fand 2025 am Veranstaltungsort „Im Winkl“ in Prutz, Tirol, statt. Der Text Heiliger Boden wurde 2025 im Rahmen des Formates „Haltestelle Kunst: Wo Wort und Bild sich berühren“ veröffentlicht. Weitere Informationen unter www.olakax.com
Christina Walker: Verteidigung eines Gartens
In einem hinreißenden Gruppenbild mit Garten feiert Christina Walker Solidarität, Anarchie und den Mut, sich neu zu erfinden.
Ausgerechnet eine winterliche Kleingartenanlage wird für zwei Frauen, die nicht verschiedener sein könnten, zum Ort der Zuflucht und des unerwarteten Zusammenhalts. Marianne landet in „Neu-Amerika“, weil sie nach dem Tod ihres Mannes auch noch Haus und Geschäft verliert. Die rebellische Didi flieht wieder einmal vor dem gewalttätigen Freund ihrer Mutter in die Gartenanlage am Fluss. Deren Obmann, Herr Gregor, kämpft zwischen Giersch und Tomaten bald um die Aufmerksamkeit Mariannes – und gegen die Umwidmung des Geländes in Bauland. Sensibel und mit trockenem Witz erzählt Christina Walker von Improvisation und Solidarität, von Selbstbestimmung und einer Natur, die sich immer weniger bezähmen lässt.
Christina Walker, geboren 1971 in Bregenz, war nach dem Studium mehrere Jahre für Theater, Film und Museen in Wien und Berlin tätig. Heute lebt sie in Augsburg und Hard am Bodensee. Ihre Texte wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, zuletzt u. a. mit dem Vorarlberger Literaturpreis, dem Schwäbischen Literaturpreis und dem Netlitpreis des Münchner Kurzgeschichtenwettbewerbs. 2021 erschien ihr Debütroman „Auto“, 2023 folgte „Kleine Schule des Fliegens“, mit dem sie auf der Longlist des Österreichischen Buchpreises stand. Im Residenz Verlag erschienen: „Verteidigung eines Gartens“ (2026).