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feldkircher lyrikpreisfestival 2017: Mit Sherlock Holmes zum Zauberberg - Eine literarische Spurensuche in Feldkirch

Literatur - 10. November 2017 - 16:00 Theater am Saumarkt

Führung: Dr. Philipp Schöbi

Feldkirch ist eine Literaturstadt. Viele bedeutende Literaten haben hier gewohnt, gewirkt und ihre Spuren hinterlassen. Die Montfortstadt wurde auch mehrfach zum Schauplatz der Weltliteratur.

Als im Herbst 1875 ein junger schottischer Schüler in die Feldkircher Jesuitenschule Stella Matutina eintrat, ahnte noch niemand, dass aus ihm dereinst der Welt berühmtester Kriminalschriftsteller werden würde: Arthur Conan Doyle (1859-1930), Schöpfer des legendären Sherlock Holmes. In Feldkirch las er erstmals ein Buch seines künftigen Vorbildes Edgar Allan Poe, das ihn gleich elektrisierte, und in der Montfortstadt publizierte er seine ersten Gedichte und Kurzgeschichten. 1893 sollte ihn eine Lungenkrankheit seiner Frau nach Davos führen, wo sein schottischer Schriftstellerkollege Robert Louis Stevenson ein Jahrzehnt davor seine „Schatzinsel“ beendet hatte und wo zwei Jahrzehnte danach auch Thomas Mann seine Frau besuchen würde, was diesen zu seinem „Zauberberg“ inspirierte. Die Lebensgeschichte von Leo Naphta, einer Hauptfigur des Romans, führt uns aber wieder zurück an die Stella Matutina in Feldkirch …