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Feldkircher Literaturtage 2017: Stefan Zweig / Oliver Matuschek & Daniela Strigl: Eine Biographie

Literatur - 18. Mai 2017 - 20:15 Theater am Saumarkt

Intro: Alexandr Karakhanyan spielt den 1. Satz aus Paul Hindemith, Cello Sonata Op. 25, No. 3

Oliver Matuschek:  Stefan Zweig. Drei Leben - Eine Biographie
„Meine drei Leben“, so lautete Stefan Zweigs Arbeitstitel für sein großes Buch „Die Welt von Gestern“. Die Lehr- und Wanderjahre bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, die Erfolgsjahre des „Schriftstellerbetriebes“ Stefan Zweig in Salzburg, schließlich die Exiljahre in Großbritannien, den USA und Brasilien – sie bilden die drei großen Blöcke in Stefan Zweigs Biographie.

Oliver Matuschek kann sich für seine Lebensbeschreibung auf eine Fülle neu zugänglicher Quellen, Forschungsergebnisse und bisher unbekannten Materials stützen. Er erzählt fesselnd das ausgefüllte Leben eines vom Erfolg verwöhnten Schriftstellers, das durch die Zeitläufe bedingt eine Wendung nimmt und tragisch endet. Überdies widmet sich Matuschek allgemeinen Fragen wie Stefan Zweigs Reisen, der Herangehensweise an die Stoffe seines Werks und dem Verhältnis Zweigs zu seinen Kollegen und Verlegern.

Daniela Strigl:  Zweig und das Odol-Prinzip. Vom Erfinden einer Marke.
In den zwanziger Jahren war Stefan Zweig als Bestsellerautor eine Art literarischer Großbetrieb, eine Marke. Wie ist ihm das geglückt? Wie vollzog sich das „Branding“? Bereits 1912 hatte Zweig den satirischen Aufsatz „Zehn Wege zum deutschen Ruhm. Eine Rechenaufgabe für junge Schriftsteller“ publiziert: Er war sich der Mechanismen des Literaturgeschäfts bewusst, hat sie weidlich genützt – und zuletzt unter der Bürde des Erfolgs gelitten.

Anschließend moderiertes Gespräch mit den beiden Vortragenden.