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Eine Theaterdokumentation von KUNST UND DRAMA: Paula Ludwig – Freundschaften und Wege

Hommage an eine Künstlerin mit Feldkircher Wurzeln aus Anlass des Stadtjubiläums "FK 800"

Theater, Literatur - 6. April 2018 - 20:15 Theater am Saumarkt

„Meine Heimat wurde zum Ursprung meiner Träume,                                                                       
mein Heimweh zum Wurzelstock aller späteren Blüten.“                                                              
Paula Ludwig: Traumlandschaft, Berlin 1935

''Geboren in Altenstadt – Vorarlberg'. Vorarlberg? Was ist das? Neuerdings – seit dem Skisport – ist mein Geburtsland ja plötzlich international geworden. Jedoch musste ich dieses Gebiet verlassen, als ich neun Jahre alt war.' Diese Worte schrieb die Lyrikerin, Prosaistin und Malerin Paula Ludwig um 1970, als die Odyssee ihres Lebens in Darmstadt einen vorläufigen Endpunkt gefunden hatte. Sie wurde am 5. Jänner 1900 im damals verfallenen Schlösschen Amberg bei Feldkirch geboren, zog 1909 nach Linz, 1914 nach Breslau und 1919 nach München, wo sie als Malermodell und als Souffleuse an den Kammerspielen arbeitete. 1923 ging sie nach Berlin. Zu ihren Bekannten zählten Brecht, Ringelnatz, W. Bonsels und Erika Mann. Obwohl sie weder rassisch noch politisch verfolgt war, lebte sie ab 1933 in Ehrwald in Tirol. 1938 floh sie über die Schweiz nach Frankreich und 1940 nach Brasilien. Nach ihrer Rückkehr nach Europa 1953 lebte sie zeitweise in Götzis, dann in Wetzlar und Darmstadt, wo sie 1974 starb.

Die Nürnberger Theater- und Kulturgruppe KUNST UND DRAMA, bekannt für Theaterdokumentationen über außergewöhnliche Menschen, wie Joseph Beuys, Vaclav Havel, Miles Davis, Sir Ernest Shackleton und William Becher, zeigt nun eine theatralische Biografie und Würdigung der Künstlerin Paula Ludwig aus Texten, Bildern und Briefen.

Das szenische Spiel von und mit Friederike Pöhlmann-Grießinger und Roland Eugen Beiküfner wird von der Cellistin Dr. Johanna Eras musikalisch begleitet.